Über uns

FMC Foret

Im Jahre 1897 trat der aus Südfrankreich stammende George Foret in die Firma „Delamare y Leroy“ in Barcelona ein, die sich damit in „Delamare y Foret“ umbenannte. Im gleichen Jahr begann die Produktion von Glukose und Sirup in der alten Fabrik von Sant Martí de Provençals.

Erwähnenswert ist die Tatsache, dass zu den Produkten, die Foret am Anfang des 20. Jahrhunderts produzierte, auch der „Champagne Foret“ gehörte, von dem hier ein Werbeplakat aus dem Jahre 1902 abgebildet ist.


1901 begann in der Fabrik in Barcelona die Produktion von Wasserstoffperoxid. 1927 änderte die Gesellschaft ihren Namen in „Foret, S.A.“, den sie bis zu ihrer kompletten Integration in die FMC Corporation (USA) im Jahre 1992 behielt. Von da an nannte sie sich „FMC Foret, S.A.“.

Hervorzuheben ist auch, dass Foret 1919 „Forestina“ produzierte, das erste in Spanien hergestellte Analgetikum, das auf Acetylsalicylsäure basierte. Im darauffolgenden Jahr erfolgte ein Übereinkommen mit Bayer, aufgrund dessen die Produktion eingestellt wurde.

Seitdem sich Foret im Jahre 1927 als Aktiengesellschaft konstituierte, hat die Firma ein bedeutsames Wachstum erfahren. In jenem Jahr wurde das Werk in Vinaròs (Castellón) eröffnet. Hier wurde zunächst Kohlenstoffdisulfid produziert. Zwei Jahre später, im Jahr 1929, folgten weitere Produkte, wie Natriumydrosulfit, Natriumhyposulfit, Natriumsulfit und Kaliummetabisulfit.

Außerdem begann die Firma Foret 1929 in ihrem Werk in Barcelona, wo sie bereits u. a. Wasserstoffperoxid, Natriumsulfid, Natriumhydrogensulfit, Natriumsulfit und Natriumthiosulfat herstellte, mit der Produktion von Glyzerin und Glukose.

Kurz zuvor war das Warenzeichen, die Etikette und die Verpackung des auf dem Foto abgebildeten pharmazeutischen Spezialprodukts „Neutrales Wasserstoffperoxid Foret“ geschützt worden. 

Im Jahr 1939 wurde die Fabrik von Puente Genil (Córdoba) erworben, in der Kohlenstoffdisulfid und Tresteröle produziert wurden.

1945 wurde zusammen mit Cros y Corn Products das Unternehmen „Glucosa y Derivados, S.A.“ gegründet. Zunächst wurden hier u. a. flüssige Glukose, Maisstärke, Dextrine und Glukose-Karamel hergestellt. Im gleichen Jahr begann in der Fabrik in Barcelona die Produktion von Natriumperborat, und 1947 wurde ein Vertrag zwischen Safa und Foret geschlossen, mit dem die Gesellschaft „Derivados del Azufre, S.A.“ (Dasa) ins Leben gerufen wurde. Die Werke in Vinaròs und Puente Genil schlossen sich dieser neuen Gesellschaft an.

1952 gelang es Foret, als große Innovation das erste synthetische Waschmittel mit dem Markennamen „TEX“ auf dem spanischen Markt zu lancieren. Foret übernahm die Produktion und Vermarktung des neuen Produkts, das bei seiner Einführung sehr gut aufgenommen wurde.

Als Ende der 50iger Jahre im Werk in Barcelona die Produktion von Natriumtripolyphosphat und Tetranatriumpyrophosphat gestartet wurde, stellte Foret zusammen mit Unilever das hochwertige Waschmittel „OMO“ her.

Während der 50iger Jahre wurde in einigen Werken von Foret mit der Herstellung verschiedener neuer Produkte begonnen: Schwefelsäure, Natriumdithionit, wasserfreies Natriumsulfit, Zinksulfat, Thionylchlorid, kolloider Schwefel, mikronisierter Schwefel, Thioharnstoff, Kaliummetabisulfit, Kaliumamylxanthat, Natriumtripolyphosphat und Tetranatriumpyrophosphat.

In den 60iger Jahren begann in Vinaròs die Produktion von Zineb, Ziram, Metham-Na, Maneb, Thiuram, Forban und Kohlenstoffdisulfid.

Die Jahre 1963 und 1964 bedeuten für Foret eine Zeit großer Veränderungen. 1963 wird das Werk in La Zaida (Zaragoza) eröffnet, das zwei Jahre später aufgrund des Joint Ventures mit Laporte Chemicals Ltd. erweitert wird und eine Produktionsanlage für organische Peroxide (Perorsa) erhält. Während dieser Jahre werden zudem die ersten Kontakte mit FMC Corporation, einem nordamerikanischen Unternehmen mit großer Diversifikation, aufgenommen. 1965 gründet Foret für die Herstellung von industriellem Quarzsand gemeinsam mit der deutsch-belgischen Gruppe Sibelco-Quarzwerke das Unternehmen Sibelco Española.


1965, im Jahr des 75-jährigen Jubiläums des Unternehmens, trifft Foret mit der FMC-Gruppe eine Vereinbarung über eine anfängliche Beteiligung von 20%, die innerhalb von fünf Jahren den Erwerb von bis zu 50% durch Foret beinhaltet. Diese Akquisition wird 1977 auf 90% ausgeweitet, bis Foret im Jahr 1992 schließlich vollends Teil der FMC Corporation wird.


1968 werden die Werke für Phosphorsäure und Natriumtripolyphosphat in der Fabrik in Huelva eröffnet.


Die Ansiedlung von FMC Foret in der Zona Franca von Barcelona erfolgt 1971 mit dem Bau einer Anlage zur Herstellung von Kohlenstoffdisulfid, Natriumsilikat und Natriummetasilikat. Später, im Jahre 1974, erwirbt FMC Foret DASA (Derivados del Azufre, s.a.), ein Unternehmen für die Verarbeitung von Schwefelderivaten, und erweitert die Einrichtungen in der katalanischen Hauptstadt mit Anlagen für Ammoniumthiosulfat und Natriumhydrosulfit.


Ebenfalls im Jahre 1974 beginnt die Herstellung von Persulfaten in der Fabrik La Zaida und wird dort bis 1977 fortgeführt, woraufhin in dieser Anlage zur Herstellung von Natriumperborat-Tetrahydrat sowie im Jahr 1984 zur Herstellung von Natriumperborat-Monohydrat übergegangen wird. Der Ausbau der Produktionskapazitäten in La Zaida wird in den folgenden Jahren fortgeführt, 1989 mit der Anlage für Peressigsäure sowie zwei Jahre später mit der Eröffnung der ersten Pilotanlage für Natriumpercarbonat.


1986 erwirbt FMC Foret von Unión Salinera de España s.a. die Natriumsulfat-Sparte Minas El Castellar, ein auf die Herstellung von Natriumsulfat spezialisiertes Unternehmen mit Sitz in Villarrubia de Santiago (Toledo).

In den 90er Jahren lässt FMC Foret Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen in seinen Werken in La Zaida, Zona Franca, Huelva und Villarrubia Santiago (Toledo) errichten. Darüber hinaus wird im Werk von Huelva mit der Produktion von Dicalciumphosphat begonnen.


1994 wird der Tätigkeitsbereich des in der Zona Franca von Barcelona befindlichen Werks mit dem Beginn der Produktion von Metam-Natrium und Perthiocarbonat erweitert. Ein Jahr später wird die Wasserstoffperoxid-Anlage in Delfzijl (Niederlande) eröffnet, in der noch mehrere Erweiterungen folgen sollen.


FMC Foret setzt 2001 mit dem Kauf der Zeolith-Anlage von Zubillaga-Lantarón (Álava) seinen Expansionskurs in Spanien fort. Im selben Jahr wird die Herstellung von festen Dithiocarbamaten, die bisher im Werk von Vinarós (Castellon) erfolgte, in die Werksanlage der Zona Franca (Barcelona) verlegt sowie die Anlage für Monocalciumphosphat im Werk von Huelva in Betrieb genommen.


Im Jahr 2004 verkauft FMC Foret seine Anteile an Sibelco Española an Sibelco Minerales s.a.


Im Jahr 2008 verkauft das Unternehmen seine Anteile an der Firma Minas El Castellar an Minera Santa Marta s.a.


Seit seiner Gründung im Jahre 1890, hat sich FMC Foret als ein Unternehmen in ständiger Entwicklung ausgezeichnet, dass sich stets an einen sich kontinuierlich verändernden Markt anpassen konnte.